Aktuelles
Weniger Krebsvorstufen durch flächendeckende HPV-Impfung in Australien
Schon drei Jahre nach Einführung eines flächendeckenden Impfprogramms gegen HPV wurden in Australien 60 % weniger behandlungsbedürftige Krebsvorstufen bei Mädchen unter 18 Jahren festgestellt. Diese Daten wurden auf der internationalen HPV-Konferenz in Berlin präsentiert. Weiterlesen
Zwillinge: Ein- oder Zweieiigkeit besser in den ersten Wochen feststellbar
Die Eiigkeit einer Zwillingsschwangerschaft kann im ersten Schwangerschaftsdrittel mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung beurteilt werden. „Ein Gynäkologe kann am besten zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche abschätzen, ob es sich um eineiige oder zweieiige Zwillinge handelt”, erklärt Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „In diesem Zeitfenster kann man erkennen, ob sich die Babys in zwei getrennten oder in einer Embryonalhülle (Chorion) entwickeln. Weist die Gebärmutter zwei Embryonalhüllen auf, handelt es sich in der Regel um zweieiige Zwillinge. Sind beide von einer gemeinsamen Hülle umgeben, sind es höchstwahrscheinlich eineiige Geschwister. Werden beide von einer gemeinsamen Plazenta versorgt, sind sie eindeutig eineiig.”
Schwangerschaft: Mutterpass stets bei sich tragen
Werdende Mütter sollten ihren Mutterpass immer mit sich führen, damit sich Ärzte im Notfall rasch über den Stand derSchwangerschaft informieren können. „Mit Hilfe des Mutterpasses kann sich ein Arzt bei einem Notfall alle wichtigen gesundheitlichen Informationen zu Mutter und Kind verschaffen. Deshalb sollte der Pass auch bei Freizeitaktivitäten griffbereit sein, um im Falle eines Falles angemessen reagieren zu können”, rät Dr. Christian Albring, der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Der Ausweis enthält alle Informationen, die für die gesundheitliche Betreuung von Mutter und Kind wichtig sind.
Medikamente in der Schwangerschaft Reale Risiken und übertriebene Ängste
Auch Jahrzehnte nach dem Contergan-Skandal gibt es Medikamente, die für das Ungeborene schädlich sein können. Auch in der Stillzeit sollten manche Substanzen mit Vorsicht eingesetzt werden. Umgekehrt führen Unkenntnis oder Unsicherheit oft dazu, dass notwendige Behandlungen oder sogar die Schwangerschaft unnötigerweise abgebrochen werden. Vor derart schwerwiegenden Entscheidungen sollten unbedingt Experten befragt werden. Genaueres erläuterte Prof. Christoph Schaefer vom bundesweit zuständigen Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie in Berlin im Rahmen des Deutschen Kongresses für Perinatalmedizin.
Nach der Geburt langsam wieder mit Sport beginnen
Sind Arzt und Hebamme einverstanden, können Frauen vier bis sechs Wochen nach der Geburt wieder anfangen, Bauch- und Rückenmuskulatur sanft zu belasten. «Mütter sollten es kurz nach der Geburt aber nicht übertreiben, längere Spaziergänge können ein guter gesunder Einstieg sein», sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Nach einer Geburt sollte man dem Körper Zeit geben, sich von Schwangerschaft und Niederkunft zu erholen.
Sicher durch die Schwangerschaft mit einem neuen Ratgeber
Wenn in einer Schwangerschaft Komplikationen auftreten, so haben sie häufig mehrere Ursachen. Nicht NUR eine Krankheit, Stress oder Überlastung, nicht NUR eine unausgewogene Ernährung stellen ein Risiko für die Schwangere und ihr Baby dar, sondern häufig ist es das ungünstige Zusammentreffen mehrerer Faktoren. Weiterlesen
Hausgeburt – Risiken erhöht
Eine große, soeben publizierte Studie mit fast 65.000 Schwangeren in Großbritannien zeigte, dass die Hausgeburt mit einem erhöhten Risiko für Mutter und Kind verbunden ist . Die Autoren waren angetreten, um zu beweisen, dass die außerklinische Entbindung sicher und risikoarm ist. Stattdessen zeigte sich, dass 45% der Erstgebärenden während der geplanten Hausgeburt in eine Klinik transportiert werden mussten, weil die Hebammen auftretende Komplikationen nicht mehr beherrschen konnten. Bei Mehrgebärenden waren es noch 12%. Weiterlesen
So viele Berliner wie seit langem nicht mehr sind erkrankt. Ärzte warnen vor Lebensgefahr – und raten dringend zur Impfung.
Die Zahl der Masernerkrankungen in Berlin ist auf dem höchsten Stand seit Jahren. 159 Menschen erkrankten allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres an dem Virus. Dabei war die Krankheit in Berlin schon fast verschwunden. 2003 gab es nur zwei Infektionen, acht waren es 2007, von da stieg die Zahl auf 33 im Jahr 2009 und auf 92 im Jahr 2010. Und die Krankheitsverläufe werden immer schwerer. In 54 Prozent der Fälle mussten die Erkrankten in einer Klinik behandelt werden, sagt Silvia Kostner, Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso). Erkrankt waren nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene.
Frühgeburt durch Masern
In Deutschland hat sich die Zahl der Masernfälle seit 2010 verdoppelt. Erkrankt eine schwangere Frau mit Masern, so kommt es in bis zu 25% der Schwangerschaften zu einer Frühgeburt. Die DGGG empfiehlt, den Impfschutz zu überprüfen und aufzufrischen. Die WHO beobachtet derzeit in Westeuropa eine massive Zunahme von Maserninfektionen.