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Menstruationshygiene heute: Welche Produkte Frauenärztinnen empfehlen – Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai

Tampon, Binde, Menstruationstasse oder Periodenunterwäsche – die Auswahl an Menstruationsprodukten war noch nie so groß wie heute. Für viele Frauen ist das eine Chance, die Periode individueller, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig sorgen soziale Medien und widersprüchliche Informationen häufig für Verunsicherung. Was ist wirklich hygienisch? Welche Produkte sind gesundheitlich unbedenklich? Und worauf sollte man achten?

Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai betont der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF): Es gibt nicht das eine „richtige“ Produkt für alle Frauen. Entscheidend ist, womit sich jede Frau wohlfühlt und was zu ihrem Alltag, ihrer Blutungsstärke und ihrem Körper passt.

Aus medizinischer Sicht gelten die meisten Periodenprodukte bei richtiger Anwendung als sicher. Wichtig ist vor allem eine gute Hygiene. Tampons und Binden sollten regelmäßig gewechselt werden – idealerweise alle vier bis sechs Stunden. Wiederverwendbare Produkte wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche müssen sorgfältig gereinigt werden, um Infektionen vorzubeugen.

Besonders häufig diskutiert wird das sogenannte toxische Schocksyndrom (TSS). Dabei handelt es sich um eine seltene, aber ernstzunehmende bakterielle Erkrankung. Oft wird TSS ausschließlich mit Tampons in Verbindung gebracht. Tatsächlich kann es jedoch auch bei anderen Menstruationsprodukten auftreten. Entscheidend ist deshalb weniger das Produkt selbst als vielmehr die richtige Anwendung und Hygiene.

Menstruationstassen und Menstruationsscheiben gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Sie gelten als nachhaltig, kostengünstig und können – insbesondere bei stärkerer Blutung – eine praktische Alternative sein. Frauen mit Spirale sollten jedoch ärztlich abklären, ob die Anwendung geeignet ist, da sich in seltenen Fällen die Lage der Spirale verändern kann.

Auch Periodenunterwäsche wird immer häufiger genutzt. Frauenärztinnen raten hier dazu, auf schadstoffarme Materialien zu achten. Besonders Produkte mit Bioziden wie Silberchlorid sollten kritisch geprüft werden, da mögliche gesundheitliche Auswirkungen noch nicht abschließend erforscht sind.

Weniger empfohlen werden natürliche Menstruationsschwämme. Sie lassen sich nur schwer vollständig reinigen und gelten deshalb aus medizinischer Sicht als weniger hygienisch.

Die wichtigste Botschaft lautet: Menstruation ist etwas Natürliches und kein Tabuthema. Frauen sollten die Möglichkeit haben, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Menstruationshygiene zu treffen – ohne Scham, Mythen oder unnötige Verunsicherung.

Quellen:

  • BVF – „Tampon, Tasse, Periodenunterwäsche: Was Frauenärztinnen und -ärzte empfehlen“
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Risiken von Periodenprodukten
  • Robert Koch-Institut – Informationen zum toxischen Schocksyndrom (TSS)
28. Mai 2026/von Oliver Schmid
Schlagworte: Hygiene, Menstruation
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-28 10:46:532026-05-28 11:00:29Menstruationshygiene heute: Welche Produkte Frauenärztinnen empfehlen – Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai

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