Praxis Dr. Oliver Schmid
  • Start
  • Praxis
    • Unsere Praxis
    • Unser Team
    • Impressionen
  • Leistungen
    • Pränatale Diagnostik und Geburtsmedizin
    • Leistungsangebot Gynäkologie
  • Aktuelles
  • Service
    • Schwangerschaftskalender
    • Wachstumstabelle
    • Downloads
  • Kontakt
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Aktuelles, Allgemein, Hormone

Warum die monatliche Pillenpause medizinisch nicht notwendig ist

Viele Frauen glauben, dass die monatliche Blutung unter der Pille ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Zyklus sei. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nicht um eine normale Menstruation.

Die sogenannte „Periode“ während der Pillenpause ist eine Entzugsblutung, die durch das vorübergehende Absetzen der Hormone ausgelöst wird. Sie entsteht nicht, weil ein Eisprung stattgefunden hat oder weil der Körper eine Schwangerschaft ausschließt. Aus medizinischer Sicht erfüllt diese Blutung daher keine wichtige biologische Funktion.

Warum gibt es die Pillenpause überhaupt?

Als die Antibabypille in den 1960er-Jahren entwickelt wurde, orientierte man sich bewusst am natürlichen Menstruationszyklus. Die monatliche Blutung sollte den Frauen das Gefühl vermitteln, dass ihr Körper weiterhin „normal“ funktioniert. Zudem hoffte man damals auf eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz der neuen Verhütungsmethode.

Die heute übliche Einnahme von 21 Tabletten mit anschließender 7-tägiger Pause entstand daher vor allem aus historischen und kulturellen Gründen – nicht aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit.

Was sagt die moderne Medizin?

Nach heutigem Wissensstand können viele Frauen die Pille auch ohne monatliche Pause einnehmen. Dieses Vorgehen wird als Langzyklus bezeichnet.

Dabei werden die hormonhaltigen Tabletten über mehrere Monate hinweg durchgehend eingenommen. Je nach Präparat kann die Einnahme beispielsweise über drei, sechs oder sogar zwölf Monate erfolgen, bevor eine Blutung zugelassen wird.

Vorteile eines Langzyklus

Viele Frauen profitieren von einer verlängerten oder kontinuierlichen Einnahme:

  • Weniger oder keine Blutungen
  • Weniger Regelschmerzen
  • Weniger Migräneattacken während der Pillenpause
  • Weniger Kopfschmerzen
  • Weniger PMS-Beschwerden
  • Bessere Kontrolle bei Endometriose
  • Höhere Lebensqualität für viele Frauen

Insbesondere bei Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden, Endometriose oder hormonabhängiger Migräne wird der Langzyklus heute häufig empfohlen.

Ist das gesundheitlich unbedenklich?

Für die meisten gesunden Frauen gilt: Ja.

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass eine kontinuierliche Einnahme der Pille hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit mit der klassischen Einnahme vergleichbar ist. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Körper eine monatliche Blutung benötigt, um „gereinigt“ zu werden oder gesund zu bleiben.

In den ersten Monaten können allerdings sogenannte Schmier- oder Durchbruchblutungen auftreten. Diese verschwinden häufig mit zunehmender Einnahmedauer.

Fazit

Die monatliche Blutung unter der Pille ist keine natürliche Menstruation, sondern eine hormonell ausgelöste Entzugsblutung. Aus medizinischer Sicht besteht in den meisten Fällen keine Notwendigkeit für eine regelmäßige Pillenpause. Moderne Einnahmeschemata mit verlängerten Zyklen oder kontinuierlicher Einnahme ermöglichen vielen Frauen eine bessere Kontrolle ihrer Beschwerden und mehr Lebensqualität. Ob ein Langzyklus sinnvoll ist, sollte jedoch immer individuell mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprochen werden.

20. Juni 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-06-20 14:45:262026-05-31 15:02:26Warum die monatliche Pillenpause medizinisch nicht notwendig ist
Aktuelles, Allgemein, Hormone

Die Pille: Chancen, Risiken und was junge Frauen wissen sollten

Seit ihrer Einführung in den 1960er-Jahren hat die Antibabypille das Leben von Millionen Frauen verändert. Sie gilt als eine der sichersten und am besten erforschten Verhütungsmethoden weltweit. Dennoch wird die Pille heute kritischer betrachtet als noch vor einigen Jahren. Viele junge Frauen fragen sich daher: Ist die Pille die richtige Verhütungsmethode für mich?

Die Antwort ist individuell. Die Pille bietet zahlreiche Vorteile, hat aber auch mögliche Nachteile und Risiken, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten.

Wie wirkt die Pille?

Die meisten Antibabypillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen. Diese verhindern den Eisprung und verändern gleichzeitig den Schleim am Gebärmutterhals, sodass Spermien nur schwer in die Gebärmutter gelangen können.

Bei korrekter Anwendung gehört die Pille zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Die Schwangerschaftsrate liegt bei weniger als einer Schwangerschaft pro 100 Frauen pro Jahr.

Die Vorteile der Pille

Sehr hohe Sicherheit

Einer der größten Vorteile der Pille ist ihre Zuverlässigkeit. Bei täglicher Einnahme schützt sie sehr effektiv vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Regelmäßige Menstruationszyklen

Viele Frauen erleben unter der Pille regelmäßige und besser planbare Blutungen. Zyklusunregelmäßigkeiten können sich deutlich verbessern.

Weniger Regelschmerzen

Die hormonelle Wirkung führt häufig zu schwächeren Menstruationsblutungen und weniger Unterleibsschmerzen. Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden profitieren oft besonders.

Verbesserung von Haut und Akne

Bestimmte Pillen können die Talgproduktion der Haut reduzieren und dadurch Akne und unreine Haut verbessern.

Schutz vor bestimmten Erkrankungen

Langfristige Studien zeigen, dass die Einnahme der Pille das Risiko für einige gynäkologische Erkrankungen senken kann, darunter:

  • Eierstockkrebs
  • Gebärmutterschleimhautkrebs
  • Eierstockzysten
  • Endometriose

Die Nachteile der Pille

Tägliche Einnahme erforderlich

Die Pille wirkt nur zuverlässig, wenn sie regelmäßig eingenommen wird. Vergessene Tabletten gehören zu den häufigsten Ursachen für eine ungewollte Schwangerschaft trotz Verhütung.

Keine Schutzwirkung vor sexuell übertragbaren Infektionen

Die Pille schützt ausschließlich vor einer Schwangerschaft. Gegen Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhö, HIV oder HPV bietet sie keinen Schutz. Dafür sind Kondome weiterhin unverzichtbar.

Mögliche Nebenwirkungen

Vor allem in den ersten Monaten können Nebenwirkungen auftreten:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Brustspannen
  • Zwischenblutungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Verminderte sexuelle Lust

Viele dieser Beschwerden bessern sich nach einigen Wochen wieder. Bei anhaltenden Problemen kann ein Wechsel des Präparates sinnvoll sein.

Beeinflusst die Pille die Psyche?

Dieses Thema wird zunehmend diskutiert. Einige Frauen berichten unter hormoneller Verhütung über Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass manche Frauen empfindlicher auf hormonelle Veränderungen reagieren als andere.

Wichtig ist: Die meisten Frauen vertragen die Pille gut. Treten jedoch deutliche Veränderungen der Stimmung oder des Wohlbefindens auf, sollte dies mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprochen werden.

Welche Risiken gibt es?

Thrombosen

Das wichtigste bekannte Risiko der kombinierten Pille ist die Bildung von Blutgerinnseln in den Venen, sogenannte Thrombosen.

Das Risiko ist insgesamt gering, steigt jedoch an bei:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Familiärer Vorbelastung
  • Bestimmten Gerinnungsstörungen

Besonders junge Raucherinnen sollten sich ausführlich beraten lassen.

Erhöhter Blutdruck

Bei einigen Frauen kann die Pille zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Regelmäßige Kontrollen sind daher sinnvoll.

Brustkrebsrisiko

Studien zeigen eine geringe Erhöhung des Brustkrebsrisikos während der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel. Das absolute Risiko bei jungen Frauen bleibt jedoch sehr niedrig.

Ist die Pille für jede Frau geeignet?

Nein. Frauen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten keine östrogenhaltige Pille einnehmen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Frühere Thrombosen
  • Bestimmte Gerinnungsstörungen
  • Schwere Lebererkrankungen
  • Migräne mit Aura
  • Einige Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In solchen Fällen kommen häufig reine Gestagenpräparate oder hormonfreie Verhütungsmethoden infrage.

Welche Alternativen gibt es?

Heute stehen zahlreiche Verhütungsmethoden zur Verfügung:

  • Kondom
  • Hormonspirale
  • Kupferspirale
  • Verhütungsring
  • Verhütungspflaster
  • Dreimonatsspritze
  • Verhütungsimplantat
  • Natürliche Familienplanung

Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von Alter, Lebensstil, Gesundheitszustand und persönlichen Wünschen ab.

Fazit

Die Antibabypille gehört nach wie vor zu den sichersten und am besten untersuchten Verhütungsmethoden. Sie bietet neben dem Schutz vor einer Schwangerschaft zahlreiche zusätzliche Vorteile, etwa bei Regelschmerzen, Akne oder Zyklusstörungen.

Gleichzeitig handelt es sich um ein Medikament, das Nebenwirkungen und Risiken mit sich bringen kann. Deshalb sollte die Entscheidung für oder gegen die Pille immer individuell und nach einer ausführlichen ärztlichen Beratung getroffen werden.

Die beste Verhütungsmethode ist letztlich diejenige, die zuverlässig schützt, gut vertragen wird und zum eigenen Lebensstil passt. Für viele junge Frauen ist das die Pille – für andere eine der zahlreichen Alternativen.

18. Juni 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-06-18 15:02:402026-05-31 15:03:47Die Pille: Chancen, Risiken und was junge Frauen wissen sollten
Aktuelles, Hormone

Hormonersatztherapie in den Wechseljahren: Was Frauen um die 50 wissen sollten

Plötzlich schlechter Schlaf, nächtliche Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen oder Hitzewallungen – viele Frauen erleben die Wechseljahre als eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Während manche nahezu beschwerdefrei durch diese Lebensphase gehen, leiden andere erheblich unter den hormonellen Umstellungen. Die Hormonersatztherapie (HRT) kann in vielen Fällen eine wirksame Unterstützung sein. Doch wann ist sie sinnvoll, wie wird sie durchgeführt und welche Risiken sind zu beachten?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit

Die Menopause beschreibt den Zeitpunkt der letzten spontanen Monatsblutung. Sie tritt in Deutschland durchschnittlich zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr ein. Die Jahre davor werden als Perimenopause bezeichnet. In dieser Phase beginnt die Funktion der Eierstöcke nachzulassen, wodurch die Produktion von Östrogen und Progesteron zunehmend schwankt.

Typische Beschwerden sind:

  • Hitzewallungen und Nachtschweiß
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit und innere Unruhe
  • Konzentrationsprobleme
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Scheidentrockenheit
  • Verminderte sexuelle Lust
  • Herzklopfen und vegetative Beschwerden

Nicht jede Frau benötigt eine Behandlung. Entscheidend ist immer die individuelle Belastung.

Wann ist eine Hormonersatztherapie sinnvoll?

Die wichtigste Indikation für eine HRT sind mittelgradige bis schwere klimakterische Beschwerden, die die Lebensqualität beeinträchtigen.

Besonders wirksam ist die Therapie bei:

  • Hitzewallungen
  • Nachtschweiß
  • Schlafstörungen infolge hormoneller Veränderungen
  • Beschwerden im Genital- und Harnwegsbereich
  • Vorbeugung eines erhöhten Osteoporoserisikos

Die Entscheidung für oder gegen eine HRT sollte stets individuell erfolgen und die persönliche Krankengeschichte berücksichtigen.

Wie wird eine HRT aufgebaut?

Moderne Konzepte verfolgen das Prinzip:

„Die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest notwendige Zeit.“

Stufe 1: Niedrig dosiertes Östrogen

Heute wird häufig ein transdermales Östrogenpräparat eingesetzt, beispielsweise als Gel oder Pflaster.

Vorteile:

  • Gleichmäßige Hormonspiegel
  • Umgehung des Leberstoffwechsels
  • Geringeres Thromboserisiko als bei Tabletten
  • Gute Steuerbarkeit der Dosierung

Begonnen wird meist mit einer niedrigen bis mittleren Dosierung. Die Wirkung wird nach einigen Wochen überprüft.

Stufe 2: Schutz der Gebärmutterschleimhaut

Frauen mit erhaltener Gebärmutter benötigen zusätzlich ein Gestagen.

Dieses verhindert eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut und senkt das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs.

In der Perimenopause wird häufig ein sequenzielles Schema gewählt:

  • Östrogen täglich
  • Gestagen für 12–14 Tage pro Monat

Dadurch bleibt meist eine regelmäßige Blutung bestehen.

Nach der Menopause wird oft auf eine kontinuierliche Kombinationstherapie umgestellt:

  • Östrogen täglich
  • Gestagen täglich

Ziel ist dann häufig Blutungsfreiheit.

Stufe 3: Individuelle Anpassung

Die Behandlung orientiert sich nicht an Laborwerten, sondern an den Beschwerden. Manche Frauen benötigen nur geringe Mengen Östrogen, während andere von einer höheren Dosierung profitieren.

Bioidentische Hormone – was bedeutet das?

Der Begriff „bioidentisch“ sorgt häufig für Verwirrung.

Bioidentische Hormone besitzen dieselbe chemische Struktur wie die körpereigenen Hormone. Dazu gehören insbesondere:

  • Estradiol
  • Mikronisiertes Progesteron

Viele heute eingesetzte HRT-Präparate enthalten bereits solche bioidentischen Hormone.

Davon zu unterscheiden sind individuell in Apotheken hergestellte Hormonmischungen. Für diese liegen häufig weniger wissenschaftliche Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor als für zugelassene Arzneimittel.

Vorteile einer HRT

Die Hormonersatztherapie gilt als die wirksamste Behandlung menopausaler Beschwerden.

Mögliche Vorteile:

  • Deutliche Verringerung von Hitzewallungen
  • Besserer Schlaf
  • Verbesserte Leistungsfähigkeit und Konzentration
  • Positive Wirkung auf Stimmung und Wohlbefinden
  • Verbesserte sexuelle Gesundheit
  • Weniger Scheidentrockenheit
  • Schutz vor Knochenabbau und Osteoporose
  • Reduzierung des Risikos für Knochenbrüche

Viele Frauen berichten bereits innerhalb der ersten Wochen über eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen

Keine Therapie ist völlig frei von Risiken.

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Brustspannen
  • Wassereinlagerungen
  • Kopfschmerzen
  • Zwischenblutungen
  • Übelkeit

Brustkrebsrisiko

Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie das Brustkrebsrisiko.

Nach aktuellem Kenntnisstand kann insbesondere eine längerfristige kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie das Brustkrebsrisiko leicht erhöhen. Das individuelle Risiko hängt jedoch von vielen Faktoren ab, darunter:

  • Alter
  • Körpergewicht
  • Alkoholkonsum
  • Familiäre Belastung
  • Art der Hormone
  • Dauer der Anwendung

Das absolute Risiko bleibt bei vielen Frauen gering und muss immer individuell bewertet werden.

Thrombosen und Schlaganfall

Das Risiko für venöse Thrombosen ist unter transdermalem Östrogen niedriger als unter Tabletten. Daher werden Gel- und Pflasterpräparate heute häufig bevorzugt.

Mythen und Fakten zur HRT

Mythos: Hormone verursachen grundsätzlich Brustkrebs.

Fakt: Die Zusammenhänge sind deutlich komplexer. Das individuelle Risiko hängt von vielen Faktoren ab und ist meist deutlich geringer, als häufig angenommen wird.

Mythos: HRT darf nur wenige Monate angewendet werden.

Fakt: Die Therapiedauer richtet sich nach Beschwerden, Nutzen und Risiken. Viele Frauen profitieren über mehrere Jahre von einer Behandlung.

Mythos: Natürliche oder pflanzliche Mittel sind immer sicherer.

Fakt: Auch pflanzliche Präparate können Nebenwirkungen haben und sind bei ausgeprägten Beschwerden häufig weniger wirksam als eine HRT.

Fazit

Die Hormonersatztherapie hat in den letzten Jahren eine Neubewertung erfahren. Für gesunde Frauen unter 60 Jahren oder innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Menopause überwiegen bei belastenden Beschwerden häufig die Vorteile gegenüber den Risiken.

Eine moderne HRT wird heute individuell angepasst, bevorzugt mit transdermalem Estradiol und – bei vorhandener Gebärmutter – einem geeigneten Gestagen. Ziel ist nicht die Behandlung eines Laborwertes, sondern die Verbesserung der Lebensqualität.

Wer unter Hitzewallungen, Schlafstörungen oder anderen klimakterischen Beschwerden leidet, sollte das Thema offen mit seiner Frauenärztin oder seinem Frauenarzt besprechen. Eine gut ausgewählte Hormonersatztherapie kann vielen Frauen helfen, die Wechseljahre nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv und mit guter Lebensqualität zu gestalten.

15. Juni 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-06-15 14:49:072026-05-31 14:56:32Hormonersatztherapie in den Wechseljahren: Was Frauen um die 50 wissen sollten
Aktuelles, Allgemein

Hoffnung für Frühchen: Wie Künstliche Intelligenz künftig helfen könnte

Die Geburt eines Babys ist für viele Eltern ein emotionaler Moment – kommt ein Kind jedoch deutlich zu früh zur Welt, beginnt oft eine besonders intensive und belastende Zeit. Frühgeborene benötigen häufig eine engmaschige medizinische Betreuung auf der Neugeborenen-Intensivstation. Ein neues Modellprojekt in Nürnberg macht nun Hoffnung: Dort soll Künstliche Intelligenz (KI) helfen, Frühchen noch besser zu überwachen und kritische Situationen früher zu erkennen. (Ärzteblatt)

KI soll Frühgeborene sicherer überwachen

Am Klinikum Nürnberg startet ein in Deutschland bislang einzigartiges Projekt zur Versorgung extrem früh geborener Babys. Ziel ist es, moderne KI-Technologien einzusetzen, um die Sicherheit der kleinen Patientinnen und Patienten zu verbessern. Das Projekt wird vom Freistaat Bayern mit rund 150.000 Euro gefördert und läuft zunächst über zwei Jahre. (Ärzteblatt)

Besonders spannend für werdende Eltern: Die KI soll medizinisches Personal unterstützen, indem sie kleinste Veränderungen bei Frühgeborenen erkennt – oft schneller, als es mit bloßem Auge möglich wäre. Dazu wird unter anderem eine sogenannte Video-KI eingesetzt. Sie analysiert Bewegungsmuster der Babys und kann Auffälligkeiten melden, die auf gesundheitliche Probleme hinweisen könnten. Das Pflege- und Ärzteteam wird dann automatisch alarmiert. (Ärzteblatt)

Unterstützung bei Ernährung und Entwicklung

Das Projekt geht jedoch noch weiter. Die KI soll auch dabei helfen, die Ernährung von Frühchen individuell anzupassen. Gerade bei sehr kleinen Babys spielt die richtige Versorgung mit Nährstoffen eine entscheidende Rolle für Wachstum und neurologische Entwicklung.

Zusätzlich wird untersucht, wie KI bei der Steuerung einer künstlichen Plazenta unterstützen könnte – ein Bereich, der in der Frühgeborenenmedizin als besonders innovativ gilt. (DIE WELT)

Warum das Projekt für Schwangere wichtig ist

Für Schwangere kann das Thema Frühgeburt belastend sein. Zwar kommen die meisten Kinder gesund und termingerecht zur Welt, dennoch erleben viele werdende Eltern Unsicherheit rund um mögliche Risiken.

Das Nürnberger Projekt zeigt, wie moderne Medizin neue Wege geht, um Frühchen künftig noch besser zu versorgen. Besonders beruhigend: KI soll hier nicht Ärzte oder Pflegekräfte ersetzen, sondern sie unterstützen. Ziel ist es, kritische Situationen früher zu erkennen und schneller handeln zu können.

Im Klinikum Nürnberg werden jedes Jahr etwa 400 Frühgeborene behandelt, darunter mehr als 60 Babys mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm. (Ärzteblatt)

Fazit

Die Verbindung aus moderner Medizin und Künstlicher Intelligenz könnte die Versorgung von Frühgeborenen in Zukunft deutlich verbessern. Für Schwangere und Familien ist das eine hoffnungsvolle Entwicklung – besonders für jene, die ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt haben.

Quelle:
Deutsches Ärzteblatt – „Hoffnung für Frühchen: KI-Modellprojekt in Nürnberg startet“

30. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-30 11:23:382026-05-12 14:21:15Hoffnung für Frühchen: Wie Künstliche Intelligenz künftig helfen könnte
Aktuelles, Allgemein

Menstruationshygiene heute: Welche Produkte Frauenärztinnen empfehlen – Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai

Tampon, Binde, Menstruationstasse oder Periodenunterwäsche – die Auswahl an Menstruationsprodukten war noch nie so groß wie heute. Für viele Frauen ist das eine Chance, die Periode individueller, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig sorgen soziale Medien und widersprüchliche Informationen häufig für Verunsicherung. Was ist wirklich hygienisch? Welche Produkte sind gesundheitlich unbedenklich? Und worauf sollte man achten?

Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai betont der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF): Es gibt nicht das eine „richtige“ Produkt für alle Frauen. Entscheidend ist, womit sich jede Frau wohlfühlt und was zu ihrem Alltag, ihrer Blutungsstärke und ihrem Körper passt.

Aus medizinischer Sicht gelten die meisten Periodenprodukte bei richtiger Anwendung als sicher. Wichtig ist vor allem eine gute Hygiene. Tampons und Binden sollten regelmäßig gewechselt werden – idealerweise alle vier bis sechs Stunden. Wiederverwendbare Produkte wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche müssen sorgfältig gereinigt werden, um Infektionen vorzubeugen.

Besonders häufig diskutiert wird das sogenannte toxische Schocksyndrom (TSS). Dabei handelt es sich um eine seltene, aber ernstzunehmende bakterielle Erkrankung. Oft wird TSS ausschließlich mit Tampons in Verbindung gebracht. Tatsächlich kann es jedoch auch bei anderen Menstruationsprodukten auftreten. Entscheidend ist deshalb weniger das Produkt selbst als vielmehr die richtige Anwendung und Hygiene.

Menstruationstassen und Menstruationsscheiben gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Sie gelten als nachhaltig, kostengünstig und können – insbesondere bei stärkerer Blutung – eine praktische Alternative sein. Frauen mit Spirale sollten jedoch ärztlich abklären, ob die Anwendung geeignet ist, da sich in seltenen Fällen die Lage der Spirale verändern kann.

Auch Periodenunterwäsche wird immer häufiger genutzt. Frauenärztinnen raten hier dazu, auf schadstoffarme Materialien zu achten. Besonders Produkte mit Bioziden wie Silberchlorid sollten kritisch geprüft werden, da mögliche gesundheitliche Auswirkungen noch nicht abschließend erforscht sind.

Weniger empfohlen werden natürliche Menstruationsschwämme. Sie lassen sich nur schwer vollständig reinigen und gelten deshalb aus medizinischer Sicht als weniger hygienisch.

Die wichtigste Botschaft lautet: Menstruation ist etwas Natürliches und kein Tabuthema. Frauen sollten die Möglichkeit haben, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Menstruationshygiene zu treffen – ohne Scham, Mythen oder unnötige Verunsicherung.

Quellen:

  • BVF – „Tampon, Tasse, Periodenunterwäsche: Was Frauenärztinnen und -ärzte empfehlen“
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Risiken von Periodenprodukten
  • Robert Koch-Institut – Informationen zum toxischen Schocksyndrom (TSS)
28. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-28 10:46:532026-05-28 11:00:29Menstruationshygiene heute: Welche Produkte Frauenärztinnen empfehlen – Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai
Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft

RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Was werdende Mütter wissen sollten

Was ist RSV?

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein häufiger Erreger von Atemwegsinfektionen. Für Erwachsene verläuft eine Infektion meist mild und ähnelt einer Erkältung. Für Neugeborene und junge Säuglinge kann RSV jedoch gefährlich werden. Besonders Babys in den ersten Lebensmonaten haben ein erhöhtes Risiko für schwere Atemwegsinfektionen, Atemnot oder Krankenhausaufenthalte.

Quelle

Die RSV-Saison beginnt in Deutschland meist im Herbst und dauert bis ins Frühjahr. Gerade in dieser Zeit sind Säuglinge besonders gefährdet.

Schutz für das Baby schon vor der Geburt

Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit einer RSV-Impfung während der Schwangerschaft. Dabei wird die werdende Mutter geimpft, damit sie Antikörper bildet, die über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben werden. Dieser sogenannte Nestschutz kann das Baby in den ersten Lebensmonaten vor schweren RSV-Verläufen schützen.

Studien zeigen, dass dadurch insbesondere schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte reduziert werden können. Die Impfung ist in Europa für Schwangere zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche zugelassen.

Quelle

Wichtig: Derzeit keine allgemeine STIKO-Empfehlung

Trotz der verfügbaren Impfstoffe gibt es in Deutschland aktuell noch keine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für eine RSV-Impfung in der Schwangerschaft. Die STIKO empfiehlt derzeit stattdessen vor allem die RSV-Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge mit dem Antikörperpräparat Nirsevimab.

Quelle

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Impfung in der Schwangerschaft grundsätzlich ausgeschlossen ist. In bestimmten Situationen kann sie nach individueller ärztlicher Beratung sinnvoll sein – beispielsweise wenn das Baby mitten in der RSV-Saison geboren wird oder weitere Risikofaktoren bestehen.

Wann könnte die Impfung sinnvoll sein?

Wenn eine RSV-Impfung erwogen wird, erfolgt sie meist im letzten Schwangerschaftsdrittel. Wichtig ist ein ausreichender Abstand zur Geburt, damit genügend Antikörper an das Kind weitergegeben werden können.

Frauenärztinnen und Frauenärzte wägen dabei individuell Nutzen und mögliche Risiken ab. Viele Schwangere informieren sich derzeit aktiv über das Thema, insbesondere wenn bereits ältere Geschwisterkinder Infekte aus Kita oder Schule mit nach Hause bringen.

Sicherheit und Verträglichkeit

Die bisherigen Studiendaten zeigen insgesamt eine gute Verträglichkeit der RSV-Impfung in der Schwangerschaft. Mögliche Nebenwirkungen ähneln denen anderer Impfungen und umfassen zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

Quelle

Da die Datenlage noch weiter wächst, beobachten Fachgesellschaften und Behörden die Entwicklung weiterhin genau.

Fazit

Die RSV-Impfung in der Schwangerschaft ist ein neues Konzept zum Schutz von Neugeborenen vor schweren Atemwegsinfektionen. Obwohl die Impfung zugelassen ist, gibt es derzeit noch keine allgemeine STIKO-Empfehlung für Schwangere. Deshalb sollte die Entscheidung immer individuell und gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt getroffen werden.

17. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-17 12:03:192026-05-07 12:07:17RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Was werdende Mütter wissen sollten
Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft

Scharlach-Impfung: Der aktuelle Stand der Wissenschaft

Hier ist ein kompakter Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema Scharlach-Impfung, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Fragen während der Schwangerschaft.


Wenn im Kindergarten oder im Freundeskreis Scharlach umgeht, schrillen bei vielen Schwangeren die Alarmglocken. Die wichtigste Nachricht vorab: Es gibt aktuell keine zugelassene Impfung gegen Scharlach.

Scharlach wird durch Bakterien, die sogenannten A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes), verursacht. Da es hunderte verschiedene Stämme dieser Bakterien gibt, gestaltet sich die Entwicklung eines universellen Impfstoffs als extrem komplex. Die Forschung arbeitet zwar seit Jahrzehnten an Vakzinen, doch bisher befindet sich kein Produkt in der breiten Anwendung. Du musst also keine Entscheidung für oder gegen eine Impfung treffen – die Option existiert schlichtweg noch nicht.

Warum ist die Forschung so schwierig?

Das Hauptproblem für die Wissenschaft ist die Vielfalt der Bakterienoberflächen. Ein Impfstoff müsste gegen eine riesige Bandbreite an Varianten schützen, um effektiv zu sein. Aktuell befinden sich einige vielversprechende Kandidaten in klinischen Studien (Phase I und II), aber bis diese marktreif sind, wird noch einige Zeit vergehen.

Für dich als Schwangere bedeutet das: Der Schutz vor Scharlach basiert momentan nicht auf Immunisierung, sondern auf Prävention und frühzeitiger Behandlung.

Scharlach in der Schwangerschaft: Besteht Gefahr?

Die gute Nachricht ist: Scharlach-Erreger sind nicht plazentagängig. Das bedeutet, dass die Bakterien im Gegensatz zu Viren wie Röteln oder Zytomegalie (CMV) nicht direkt auf dein ungeborenes Kind übergehen und Fehlbildungen verursachen.

Dennoch ist eine Infektion für dich belastend. Ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber kann Stress für den Körper bedeuten, was in der Schwangerschaft immer vermieden werden sollte. Zudem ist eine unbehandelte Streptokokken-Infektion ein Risiko für Komplikationen wie Entzündungen der Niere oder des Herzens – bei dir, nicht beim Baby.

Was tun bei Infektionsverdacht?

Solltest du Symptome wie starke Halsschmerzen, Fieber oder den typischen scharlachroten Ausschlag bemerken, ist der Weg in die Praxis unerlässlich.

  • Diagnose: Ein schneller Abstrich klärt sofort, ob es sich um A-Streptokokken handelt.

  • Behandlung: Scharlach wird mit Antibiotika (meist Penicillin) behandelt. Viele dieser Medikamente sind in der Schwangerschaft gut erprobt und gelten als sicher für Mutter und Kind.

  • Hygiene: Da keine Impfung existiert, sind Händewaschen und das Meiden von erkrankten Personen (besonders bei Kindern im Umfeld) dein bester Schutz.


Fazit: Bleib entspannt, auch wenn „Scharlach-Alarm“ herrscht. Da es keine Impfung gibt, liegt dein Fokus auf guter Hygiene. Sollte es dich doch erwischen, lässt sich die Infektion auch in der Schwangerschaft sicher und effektiv mit Antibiotika in den Griff bekommen.

12. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-12 11:21:182026-05-12 11:21:18Scharlach-Impfung: Der aktuelle Stand der Wissenschaft
Aktuelles

Wechseljahre verstehen: Warum Orientierung jetzt wichtiger denn je ist

Viele Frauen erleben die Wechseljahre wie eine unerwartete Reise ohne Landkarte. Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme treten plötzlich auf – oft, ohne dass die Beschwerden sofort mit hormonellen Veränderungen in Verbindung gebracht werden. Genau darauf machen der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte sowie die Deutsche Menopause Gesellschaft aufmerksam: Obwohl das Thema heute sichtbarer ist als noch vor einigen Jahren, fühlen sich viele Frauen gleichzeitig verunsichert.

Besonders die sogenannte Perimenopause – die Jahre vor der letzten Regelblutung – gilt als herausfordernde Phase. Die amerikanische Expertin Dr. Mary Claire Haver beschreibt sie als „Zone of Chaos“, also eine Art hormonelles Chaos. Der Grund: Die Produktion von Östrogen und Progesteron schwankt stark, wodurch Körper und Psyche unterschiedlich reagieren können. Viele Frauen berichten in dieser Zeit von Müdigkeit, Schlafproblemen, Gereiztheit, Angstgefühlen oder dem bekannten „Brain Fog“, also Konzentrations- und Gedächtnisproblemen.

Dabei beginnen die Veränderungen nicht nur in den Eierstöcken, sondern auch im Gehirn. Hormone werden über komplexe Regelkreise gesteuert, die mit zunehmendem Alter empfindlicher reagieren. Dadurch kann sich der Zyklus verändern, obwohl die Periode zunächst noch regelmäßig erscheint. Genau das führt häufig dazu, dass Beschwerden nicht ernst genommen oder falsch eingeordnet werden.

Hinzu kommt die Flut an Informationen im Internet und in sozialen Medien. Dort kursieren zahlreiche widersprüchliche Aussagen – von der Behauptung, Hormone seien grundsätzlich gefährlich, bis hin zu vermeintlichen Wunderlösungen. Fachgesellschaften warnen deshalb davor, sich ausschließlich auf soziale Medien oder sogenannte „Hormon-Coaches“ zu verlassen. Stattdessen empfehlen sie eine individuelle, evidenzbasierte Beratung durch Frauenärztinnen und Frauenärzte.
Die gute Nachricht: Frauen müssen diese Phase nicht einfach „aushalten“. Heute gibt es vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern. Dazu gehören hormonelle Therapien, aber auch nicht-hormonelle Ansätze wie Bewegung, Schlafhygiene, Stressreduktion und eine ausgewogene Ernährung. Gerade regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf können helfen, den Stoffwechsel sowie die psychische Stabilität zu unterstützen.

Auch gesellschaftlich verändert sich der Blick auf die Wechseljahre. Der Welthormontag der European Society of Endocrinology steht unter dem Motto „Because Hormones Matter“ und soll das Bewusstsein dafür stärken, wie wichtig hormonelle Gesundheit für das allgemeine Wohlbefinden ist. Denn Hormone beeinflussen weit mehr als nur den Zyklus – sie wirken auf Schlaf, Knochen, Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel und Psyche.

Die Wechseljahre sind daher nicht nur ein medizinisches Thema, sondern auch ein gesellschaftliches. Viele Frauen wünschen sich mehr Offenheit, bessere Aufklärung und eine stärkere Unterstützung im Alltag und Berufsleben. Die wichtigste Botschaft lautet deshalb: Beschwerden ernst nehmen, Fragen stellen und sich professionelle Hilfe holen. Orientierung entsteht dort, wo Wissen, medizinische Begleitung und Selbstfürsorge zusammenkommen.

 

Quellen:

The Zone Of Chaos: What’s Really Going On In Perimenopause

VIELEN FRAUEN FEHLT DIE ORIENTIERUNG IN DEN WECHSELJAHREN

ese-hormones.org+1

7. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-07 11:59:412026-05-07 12:03:18Wechseljahre verstehen: Warum Orientierung jetzt wichtiger denn je ist
Aktuelles, Pränatale Diagnostik

Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT): Zwischen medizinischem Fortschritt und gesellschaftlicher Debatte

Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) ist für viele werdende Eltern eine wichtige Option in der Schwangerschaft. Seit 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für diesen Bluttest. Er kann früh Hinweise darauf geben, ob beim ungeborenen Kind ein erhöhtes Risiko für Trisomien wie das Down-Syndrom besteht.

Quelle

Doch aktuell wird der NIPT nicht nur medizinisch diskutiert – sondern auch politisch und gesellschaftlich intensiv hinterfragt.

Warum der Test politisch diskutiert wird

Im Frühjahr 2026 hat sich der Bundestag erneut mit dem NIPT beschäftigt. Hintergrund ist die Sorge, dass der Test häufiger eingesetzt wird als ursprünglich gedacht. Tatsächlich zeigen Daten, dass inzwischen etwa jede zweite Schwangere den Test nutzt.

Einige Abgeordnete befürchten, dass sich der NIPT still und schleichend zu einer Art Standarduntersuchung entwickelt. Eigentlich ist er aber nur für individuelle Situationen vorgesehen – also dann, wenn eine Frau gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt entscheidet, dass der Test sinnvoll ist.

Worum es in der Diskussion geht

Die aktuelle Debatte geht weit über medizinische Fragen hinaus. Es geht auch um ethische und gesellschaftliche Themen:

  • Wird durch den Test indirekt Druck auf Schwangere ausgeübt, ihn durchführen zu lassen?
  • Wie frei ist die Entscheidung wirklich, wenn der Test leicht verfügbar und von der Kasse bezahlt wird?
  • Und: Wie verändert der Test den gesellschaftlichen Blick auf Menschen mit Behinderung?

Einige Politiker warnen, dass der NIPT zu einer Routine werden könnte – und damit zu einer Art „Screening“ auf bestimmte genetische Merkmale. Andere betonen dagegen das Recht der Eltern auf Information und Selbstbestimmung.

Was das konkret für Sie bedeutet

Für Schwangere ist wichtig zu wissen:
Der NIPT ist kein Pflichtprogramm. Auch wenn er heute leichter zugänglich ist, bleibt er eine freiwillige Entscheidung.

Gleichzeitig zeigt die politische Diskussion, wie wichtig eine gute Aufklärung ist. Denn:

  • Der Test liefert Wahrscheinlichkeiten, keine Diagnosen
  • Auffällige Ergebnisse müssen weiter abgeklärt werden
  • Und nicht alle möglichen Erkrankungen oder Besonderheiten werden erfasst

Experten betonen außerdem, dass andere Untersuchungen – wie der Ultraschall – weiterhin sehr wichtig bleiben.

Mehr Begleitung und klare Regeln geplant

Um die Entwicklung besser zu verstehen, fordern Politiker nun ein sogenanntes „Monitoring“. Das bedeutet: Es soll systematisch untersucht werden, wie oft der Test genutzt wird, wie er Entscheidungen beeinflusst und welche Folgen das für die Gesellschaft hat.

Quelle

Fazit

Der NIPT ist ein medizinischer Fortschritt, der viele Chancen bietet – aber auch neue Fragen aufwirft. Die aktuelle politische Diskussion zeigt: Es geht nicht nur um Technik, sondern auch um Werte, Verantwortung und persönliche Entscheidungen.

Für Sie als werdende Mutter zählt vor allem: Informieren Sie sich in Ruhe, lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie selbst, was für Sie und Ihre Situation richtig ist.

Quelle: Zusammenfassung und Einordnung basierend auf Berichten und Analysen u. a. aus Bundestagsdebatten und Fachartikeln (z. B. coliquio.de) sowie aktuellen Medienberichten zur NIPT-Diskussion.

16. April 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-04-16 11:53:572026-04-16 14:28:37Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT): Zwischen medizinischem Fortschritt und gesellschaftlicher Debatte
Aktuelles, Allgemein, Infektionen in der Schwangerschaft

Frauengesundheit: Schluss mit den Mythen! Was Sie wirklich wissen sollten

Wissen ist Macht – besonders, wenn es um den eigenen Körper geht. Doch gerade im Bereich der Frauengesundheit halten sich hartnäckige Mythen oft über Jahrzehnte. Ob im Internet, in Zeitschriften oder durch gut gemeinte Ratschläge im Freundeskreis: Halbwahrheiten können Verunsicherung stiften oder sogar dazu führen, dass wichtige Vorsorgeuntersuchungen versäumt werden.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit den gängigsten Irrtümern aufzuräumen. Ein aktueller Bericht auf dem Portal Frauenärzte im Netz beleuchtet zehn zentrale Mythen, die wir genauer unter die Lupe nehmen sollten.

Die Pille: Fruchtbarkeit und Gewicht

Zwei der häufigsten Ängste betreffen die Anti-Baby-Pille. Viele Frauen fürchten, dass die langfristige Einnahme unfruchtbar macht oder zwangsläufig zu einer Gewichtszunahme führt. Der BVF gibt hier Entwarnung: Die Fruchtbarkeit kehrt nach dem Absetzen der Pille in der Regel schnell zurück. Auch eine signifikante Gewichtszunahme ist bei modernen, niedrig dosierten Präparaten wissenschaftlich nicht haltbar – oft spielen hier eher Lebensstilfaktoren oder natürliche Hormonschwankungen eine Rolle.

Regelschmerzen sind kein Schicksal

Ein besonders gefährlicher Mythos ist die Annahme, dass starke Regelschmerzen einfach „dazu gehören“. Dies führt oft dazu, dass Erkrankungen wie Endometriose erst jahrelang unentdeckt bleiben. Wenn Schmerzen den Alltag massiv einschränken, ist das nicht normal, sondern ein Grund für eine ärztliche Abklärung.

Die Angst vor der Hormonersatztherapie (HRT)

Seit einer großen Studie aus den USA in den frühen 2000er-Jahren haben viele Frauen Angst, dass Hormone in den Wechseljahren grundsätzlich Brustkrebs auslösen. Der BVF stellt klar: Die moderne Hormonersatztherapie ist weitaus differenzierter und sicherer, als die alten Mythen suggerieren. Richtig eingesetzt, verbessert sie die Lebensqualität bei starken Wechseljahresbeschwerden massiv und schützt zudem vor Osteoporose.

Vorsorge rettet Leben

Ein weiterer Irrtum ist der Glaube, man müsse erst zum Frauenarzt, wenn Beschwerden auftreten. Doch Krebsfrüherkennung, wie der Pap-Test oder das Mammographie-Screening, ist darauf ausgerichtet, Veränderungen zu finden, bevor sie spürbar sind. Wer erst bei Schmerzen geht, verschenkt wertvolle Zeit für eine Heilung.

Fazit: Vertrauen Sie auf Fakten

Frauengesundheit ist ein komplexes Feld, das von individueller Beratung lebt. Anstatt sich von Mythen verunsichern zu lassen, ist das offene Gespräch in der gynäkologischen Praxis der beste Weg zu einem selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper.

Quelle:

Berufsverband der Frauenärzte (BVF): BVF räumt mit 10 Mythen der Frauengesundheit auf. Veröffentlicht auf: Frauenärzte im Netz

8. April 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-04-08 17:52:522026-04-16 18:00:10Frauengesundheit: Schluss mit den Mythen! Was Sie wirklich wissen sollten
Seite 1 von 11123›»

Die letzten 5 Beiträge….

  • Warum die monatliche Pillenpause medizinisch nicht notwendig ist20. Juni 2026 - 14:45
  • Die Pille: Chancen, Risiken und was junge Frauen wissen sollten18. Juni 2026 - 15:02
  • Hormonersatztherapie in den Wechseljahren: Was Frauen um die 50 wissen sollten15. Juni 2026 - 14:49
  • Hoffnung für Frühchen: Wie Künstliche Intelligenz künftig helfen könnte30. Mai 2026 - 11:23
  • Menstruationshygiene heute: Welche Produkte Frauenärztinnen empfehlen – Zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai28. Mai 2026 - 10:46

Online-Termin hier:

Doctolib

Kategorien

  • Aktuelles
  • Allgemein
  • Ernährung in der Schwangerschaft
  • Hormone
  • Impfempfehlungen
  • Infektionen in der Schwangerschaft
  • Pränatale Diagnostik
  • Vorsorge

Adresse

Praxis Dr. Oliver Schmid
Schlossstrasse 2
3. Etage, über ROSSMANN
13507 Berlin – Reinickendorf

Kontakt

Telefon (030) 4346001
Fax (030) 43775725
Email:
kontakt@dr-schmid-berlin.de

Schwangerschaftskalender
Wachstumstabelle
Online-Terminvergabeüber Doctolib
Von Patienten bewertet mit
Note
1,4
© Copyright Dr. Oliver Schmid.
  • Link zu Facebook
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Seite verwendet Cookies. Mit der Weiternutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

OKEinstellungen

Cookie and Privacy Settings



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Externe Dienste

We also use different external services like Google Webfonts, Google Maps, and external Video providers. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.

Google Webfont Einstellungen:

Google Maps Einstellungen:

Google reCaptcha Einstellungen:

Vimeo und YouTube Einstellungen:

Datenschutzrichtlinie

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.

Datenschutzerklärung
OK