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Scharlach ist hochansteckend und gehört mit den zu am meisten in der Schwangerschaft gefürchteten Infektion. Jedoch ist Scharlach für das ungeborene Leben, für den Fötus ungefährlich. Auch wird laut Studien durch eine Scharlachinfektion das Fehlgeburtsrisiko oder auch das Frühgeburtsrisiko nicht erhöht.

Eine Scharlachinfektion hat aber für die Schwangere ein erhöhtes Risiko an Komplikationen, weshalb eine konsequente Therapie und Überwachung der Patientin erfolgen muss.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2020 allen Schwangeren die Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) im letzten Schwangerschaftsdrittel ab der 28. Schwangerschaftswoche jeder Schwangerschaft. Besteht jedoch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt, sollte die Impfung vorgezogen werden und schon im zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. Dabei soll die Schutzimpfung unabhängig davon erfolgen, wann zuletzt eine Impfung gegen Keuchhusten durchgeführt wurde. Die Schutzimpfung gegen Pertussis erfolgt als Kombinationsimpfstoff, der auch gegen Diphtherie und Tetanus schützt (Tdap-Kombinations-impfstoff). Die Tdap-Impfung gilt in der Schwangerschaft als sicher.

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen bezüglich einer COVID-19-Infektion in der Schwangerschaft und den aktuellen Stand des Wissens des Bundes-Gesundheits-Ministeriums im Bezug auf die COVID-19-Virusinfektion.

Während der Schwangerschaft kommt es zu einer Übertragung von Antikörpern aus mütterlichen Blut auf das noch ungeborenen Kind. Diese Antikörper können das Resultat einer durchgemachten Infektion, aber auch einer Impfung sein. So besteht nach der Geburt über Monate hinweg ein Schutz gegen einige Infektionen, die die Mutter entweder salbst

Besonders in diesem (Corona-) Winter wird eine gute Durchimpfung der Schwangeren gegen die Grippe sehr wichtig werden.

Mehr Informationen dazu hier.

Aus aktuellem Anlass können Sie hier Informationen bzgl. der Coronavirus/COVID-19-Pandemie und Ihrer Schwangerschaft bekommen. Der Link führt Sie weiter zu der Seite des „Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.“.

hier: FAQ für Schwangere 

(Stand 13.3.2020)

Liebe Patientinnen, auch wir bieten einen NIPT (Nicht-invasiver Pränataltest bzw. Nicht-invasive Pränataldiagnose) in unserer Praxis an. Mit diesen Test ist es möglich, aus einer kleinen Blutprobe, lange vor der Geburt festzustellen, ob zum Beispiel eine Trisomie 21, 13 oder 18 vorliegt. Auch einige andere genetische Veränderungen lassen sich hierdurch erkennen oder ausschliessen.
Wir führen diese Test in unserer Praxis jedoch nur durch, wenn vorab eine ausführliche Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung der fetalen Anatomie sowie eine ausführliche Beratung durch einen (externen) Humangenetiker erfolgt ist. Diese Beratung ist kostenfrei.
Einige gynäkologische Praxen und auch einige Humangenetiker bieten diesen Test auch ohne die Kombination mit einer ausführlichen Ultraschalluntersuchung an, wir nicht.
Hintergrund ist unter anderem, dass durch einen NIPT nur ca. 5 % der möglichen Probleme erkannt oder ausgeschlossen werden können, die zum Zeitpunkt des Erst-Trimester-Screenings vorliegen können.

In der Analyse von fast 64.000 AC und 13000 CVS fand sich im risikoprofil-adjustierten Vergleich bei der AC eine eingriffsbedingte Abortfrequenz von 0,12% (95% CI, −0.05 bis 0.30%) und bei der CVS von −0,11% (95% CI, −0.29 bis 0.08%) und damit keine signifikante Erhöhung der Fehlgeburtsrate im Vergleich zum natürlichen Hintergrundrisiko. Es gibt keinen Hinweis dafür, daß die CVS weniger sicher als die AC ist. Damit ist das Abortrisiko bei AC und CVS als vernachlässigbar bzw. faktisch nicht existent zu betrachten.

Mehr dazu hier: Risk of miscarriage following amniocentesis or chorionic villus sampling: systematic review of literature and updated meta-analysis.

Nach einer Studie aus den USA hat sich gezeigt, dass das Rauchen von nur einer Zigarette das Risiko für den „Plötzlichen Kindstod“ verdoppelt.
Angenommen, dass keine Schwangere rauchen würde, könnte die Plötzliche-Kindstods-Rate der in den USA um 22 % verringert werden.
https://pediatrics.aappublications.org/content/143/4/e20183325

Jede siebte Schwangere in Deutschland hat einen gestörten Zuckerstoffwechsel. Weil dies das Risiko für viele Erkrankungen bei Mutter und Kind erhöht, ist in der gesetzlichen Schwangerenvorsorge zwischen der 24. und 28. Woche ein Test vorgesehen, der unbedingt wahrgenommen werden sollte.

Mehr dazu hier

Quelle: Berufsverband der Frauenärzte