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Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft

Scharlach-Impfung: Der aktuelle Stand der Wissenschaft

Hier ist ein kompakter Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema Scharlach-Impfung, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Fragen während der Schwangerschaft.


Wenn im Kindergarten oder im Freundeskreis Scharlach umgeht, schrillen bei vielen Schwangeren die Alarmglocken. Die wichtigste Nachricht vorab: Es gibt aktuell keine zugelassene Impfung gegen Scharlach.

Scharlach wird durch Bakterien, die sogenannten A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes), verursacht. Da es hunderte verschiedene Stämme dieser Bakterien gibt, gestaltet sich die Entwicklung eines universellen Impfstoffs als extrem komplex. Die Forschung arbeitet zwar seit Jahrzehnten an Vakzinen, doch bisher befindet sich kein Produkt in der breiten Anwendung. Du musst also keine Entscheidung für oder gegen eine Impfung treffen – die Option existiert schlichtweg noch nicht.

Warum ist die Forschung so schwierig?

Das Hauptproblem für die Wissenschaft ist die Vielfalt der Bakterienoberflächen. Ein Impfstoff müsste gegen eine riesige Bandbreite an Varianten schützen, um effektiv zu sein. Aktuell befinden sich einige vielversprechende Kandidaten in klinischen Studien (Phase I und II), aber bis diese marktreif sind, wird noch einige Zeit vergehen.

Für dich als Schwangere bedeutet das: Der Schutz vor Scharlach basiert momentan nicht auf Immunisierung, sondern auf Prävention und frühzeitiger Behandlung.

Scharlach in der Schwangerschaft: Besteht Gefahr?

Die gute Nachricht ist: Scharlach-Erreger sind nicht plazentagängig. Das bedeutet, dass die Bakterien im Gegensatz zu Viren wie Röteln oder Zytomegalie (CMV) nicht direkt auf dein ungeborenes Kind übergehen und Fehlbildungen verursachen.

Dennoch ist eine Infektion für dich belastend. Ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber kann Stress für den Körper bedeuten, was in der Schwangerschaft immer vermieden werden sollte. Zudem ist eine unbehandelte Streptokokken-Infektion ein Risiko für Komplikationen wie Entzündungen der Niere oder des Herzens – bei dir, nicht beim Baby.

Was tun bei Infektionsverdacht?

Solltest du Symptome wie starke Halsschmerzen, Fieber oder den typischen scharlachroten Ausschlag bemerken, ist der Weg in die Praxis unerlässlich.

  • Diagnose: Ein schneller Abstrich klärt sofort, ob es sich um A-Streptokokken handelt.

  • Behandlung: Scharlach wird mit Antibiotika (meist Penicillin) behandelt. Viele dieser Medikamente sind in der Schwangerschaft gut erprobt und gelten als sicher für Mutter und Kind.

  • Hygiene: Da keine Impfung existiert, sind Händewaschen und das Meiden von erkrankten Personen (besonders bei Kindern im Umfeld) dein bester Schutz.


Fazit: Bleib entspannt, auch wenn „Scharlach-Alarm“ herrscht. Da es keine Impfung gibt, liegt dein Fokus auf guter Hygiene. Sollte es dich doch erwischen, lässt sich die Infektion auch in der Schwangerschaft sicher und effektiv mit Antibiotika in den Griff bekommen.

12. Mai 2026/von Oliver Schmid
Schlagworte: Impfen, Infektion, Scharlach, Schwangerschaft
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-12 11:21:182026-05-12 11:21:18Scharlach-Impfung: Der aktuelle Stand der Wissenschaft
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