Praxis Dr. Oliver Schmid
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Schlagwortarchiv für: Geburt

Aktuelles, Allgemein

vertrauliche Geburt

Seit Einführung der vertraulichen Geburt im Mai 2014 haben rund 1.200 Frauen in Deutschland diese Möglichkeit genutzt, um ihre Kinder anonym zur Welt zu bringen und zur Adoption freizugeben. Die vertrauliche Geburt bietet Frauen, die ihre Schwangerschaft aus verschiedenen Gründen verheimlichen möchten, eine sichere und legale Alternative zu anonymen Geburten und Babyklappen. Die Möglichkeit zur vertraulichen Geburt wurde geschaffen, um Frauen, die vom regulären Hilfesystem nicht erreicht werden, eine geschützte und rechtlich abgesicherte Lösung zu bieten. Gleichzeitig stellt das Gesetz sicher, dass das Kind ab dem 16. Lebensjahr die Identität seiner Mutter erfahren kann, sofern diese nicht aus wichtigen Gründen widerspricht.

Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums betont, dass die vertrauliche Geburt eine medizinisch sichere Alternative zu bisherigen anonymen Formen der Kindsabgabe darstellt. Sie soll Frauen schützen, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen, und ermöglicht gleichzeitig, dass das Kind später Kenntnis über seine Abstammung erlangen kann.

Das Konzept der vertraulichen Geburt wurde eingeführt, um die Lücke zwischen anonymen Geburten und der rechtlichen Anerkennung der Identität des Kindes zu schließen. Anonyme Geburten und Babyklappen ermöglichen es Müttern zwar, ihre Kinder anonym abzugeben, doch dabei bleibt die Identität der Mutter für immer unbekannt. Mit der vertraulichen Geburt hingegen wird sichergestellt, dass die Identität der Mutter dokumentiert, aber bis zum 16. Lebensjahr des Kindes unter Verschluss gehalten wird.

Diese Regelung bietet eine wichtige Balance zwischen dem Schutz der Mutter und dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung. Sie stellt sicher, dass Kinder, die vertraulich geboren wurden, ab einem bestimmten Alter die Möglichkeit haben, ihre Herkunft zu erfahren, was für ihre Identitätsfindung und psychische Gesundheit von großer Bedeutung sein kann.

Die vertrauliche Geburt wurde als Reaktion auf die Bedürfnisse von Frauen entwickelt, die sich in extremen Notlagen befinden und keine andere Möglichkeit sehen, als ihr Kind anonym zur Welt zu bringen. Diese Option bietet ihnen die notwendige Sicherheit und den rechtlichen Rahmen, um eine informierte und geschützte Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig wird durch die Dokumentation der Identität der Mutter eine wichtige Grundlage für die spätere Aufklärung des Kindes über seine Herkunft geschaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vertrauliche Geburt in Deutschland eine wichtige und sinnvolle Ergänzung der bestehenden Hilfsangebote für schwangere Frauen darstellt. Sie schützt sowohl die Interessen der Mütter als auch der Kinder und bietet eine rechtlich und medizinisch sichere Alternative zu anonymen Geburten und Babyklappen.

Mehr dazu hier.

14. Juni 2024/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2024-06-14 10:28:352024-06-14 10:29:29vertrauliche Geburt
Aktuelles, Allgemein

der Kaiserschnitt

Der Kaiserschnitt, auch Sectio caesarea genannt, ist eine operative Methode zur Geburtseinleitung, die in Deutschland immer häufiger durchgeführt wird. Etwa jedes dritte Kind kommt heutzutage auf diesem Weg zur Welt. Dabei gibt es sowohl absolute als auch relative Indikationen für einen Kaiserschnitt.

Gründe für einen Kaiserschnitt

Absolute Indikationen erfordern zwingend einen Kaiserschnitt und umfassen Fälle wie Querlage des Kindes, Plazenta praevia (Vorliegen des Mutterkuchens vor dem Muttermund) oder Uterusruptur. Diese machen etwa 10% der Kaiserschnitte aus und sind notwendig, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. Relative Indikationen hingegen basieren auf einer Risikoabwägung und umfassen Probleme wie auffällige kindliche Herztöne oder fehlender Geburtsfortschritt.

Vorteile eines Kaiserschnitts

Der Kaiserschnitt birgt geringere operative Risiken und senkt die Wahrscheinlichkeit von nachgeburtlichen Komplikationen wie Inkontinenz und Beckenbodenproblemen. Zudem ist die Rate von Blutungskomplikationen nach der Geburt geringer.

Nachteile eines Kaiserschnitts

Ein Kaiserschnitt kann jedoch auch Nachteile mit sich bringen. Nach dem Eingriff haben Mütter oft mit stärkeren Schmerzen und eingeschränkter Mobilität zu kämpfen. Der Beginn des Stillens ist häufig schwieriger und das Bonding, der unmittelbare Kontakt zwischen Mutter und Kind, kann beeinträchtigt sein. Zudem gibt es ein erhöhtes Risiko für Unfruchtbarkeit und Komplikationen in Folgeschwangerschaften.

Risiken für Neugeborene

Neugeborene, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben eine höhere Rate an Anpassungsstörungen und ein erhöhtes Risiko für Atemprobleme, Autismus und Adipositas im späteren Leben.

Kaiserschnittraten in Deutschland

Die Kaiserschnittrate variiert regional und wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst, darunter das Risikoprofil werdender Mütter. Dieses hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Frauen bekommen ihr erstes Kind durchschnittlich später, sind häufiger übergewichtig oder adipös und haben öfter chronische Erkrankungen.

Fazit

Obwohl der Kaiserschnitt in vielen Fällen lebensrettend ist und bestimmte Vorteile bietet, ist es wichtig, die Entscheidung individuell zu treffen und auf eine informierte Wahl zu setzen. Ziel sollte immer eine interventionsarme und selbstbestimmte Geburt sein, die in geburtshilflichen Strukturen durchgeführt wird, die maximale Sicherheit gewährleisten.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite von [Frauenärzte im Netz]

 

Nachtrag: Woher hat denn der Kaiserschnitt seinen Namen

Der Kaiserschnitt hat seinen Namen von „Caesarea“, was lateinisch für „Kaiserschnitt“ ist. Es gibt mehrere Theorien zur Herkunft dieses Namens. Eine Theorie besagt, dass Julius Caesar durch einen solchen Schnitt geboren wurde, was jedoch historisch unwahrscheinlich ist. Eine andere Erklärung ist, dass der Begriff von einem römischen Gesetz stammt, dem „Lex Caesarea“, welches vorschrieb, dass ein Kind durch einen Schnitt aus dem Mutterleib geholt werden muss, wenn die Mutter während der Geburt stirbt.

7. Juni 2024/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2024-06-07 10:41:352024-06-07 10:41:51der Kaiserschnitt
Infektionen in der Schwangerschaft

Scharlach: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene

Scharlach, eine bakterielle Infektion, die vor allem bei Kindern auftritt, wird durch Streptokokken der Gruppe A verursacht. Diese Infektionserkrankung manifestiert sich typischerweise mit Halsschmerzen, Fieber und einem charakteristischen Hautausschlag. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit infizierten Personen oder Gegenständen. Die Symptome entwickeln sich in der Regel innerhalb weniger Tage nach der Ansteckung und können von mild bis schwer variieren.

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) erklärt, dass die Symptome von Scharlach zunächst unspezifisch sind, sich aber schnell verschlimmern können. Typische Anzeichen sind Halsschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Der charakteristische Hautausschlag tritt oft erst ein bis zwei Tage nach Beginn der Erkrankung auf und äußert sich als feine, rote Punkte, die sich im Laufe der Zeit ausbreiten und schließlich wie ein Sonnenbrand aussehen. Die Zunge kann sich anfangs weißlich belegen, später wird sie rot und fleckig (Erdbeerzunge).

Die Behandlung von Scharlach erfolgt in der Regel mit Antibiotika wie Penicillin oder anderen Antibiotika, um die Bakterien zu bekämpfen und die Symptome zu lindern. Darüber hinaus können unterstützende Maßnahmen wie Bettruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und symptomatische Behandlungen wie Schmerzmittel zur Linderung von Halsschmerzen und Fieber empfohlen werden. Es ist wichtig, den Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden, bis der Patient mindestens 24 Stunden lang antibiotikafrei ist, um die Ausbreitung der Infektion einzudämmen.

Die Website des Berliner Kinderarztes Dr. med. Andreas Schmid erklärt, dass Scharlach häufig bei Kindern im Alter zwischen 5 und 15 Jahren auftritt, aber auch Erwachsene betreffen kann. Eine gute Hygiene, insbesondere das regelmäßige Händewaschen, kann helfen, die Verbreitung von Scharlach zu verhindern. Darüber hinaus kann eine gesunde Lebensweise, einschließlich einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Ruhe, das Immunsystem stärken und das Risiko von Infektionen verringern.

Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder bei Symptomen von Scharlach ärztliche Hilfe suchen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um schwerwiegende Folgen wie rheumatisches Fieber oder Nierenschäden zu verhindern.

Insgesamt ist es wichtig, über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Scharlach informiert zu sein, um die Ausbreitung der Infektion zu kontrollieren und eine wirksame Behandlung zu gewährleisten.

Quellen:
– Deutsche Familienversicherung: „Scharlach: Ursachen, Symptome, Therapie“ (https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenzusatzversicherung/ambulant/ratgeber/artikel/scharlach-ursachen-symptome-therapie/)
– Dr. med. Oliver Schmid, Gynäkologe in Berlin: „Scharlach“ (https://www.dr-schmid-berlin.de/scharlach/)

26. März 2024/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2024-03-26 22:42:452024-04-25 22:46:43Scharlach: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene
Aktuelles, Infektionen in der Schwangerschaft

Wie kommen die notwendigen Mikroben von der Mutter zum Kind? Gibt es einen Unterschied zwischen einer vaginalen Geburt und einem Kaiserschnitt?

In der Hauptsache werden die Neugeborenen mit den Mikroben der Mutter besiedelt. Nach einer aktuellen Studie zeigte sich, dass die Besiedelung des Neugeborene abhängig vom Geburtsmodus auf unterschiedlichen Wegen passiert. Jedoch war nach einem Monat kaum noch ein Unterschied zu erkennen.

Mehr dazu hier.

13. April 2023/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2023-04-13 21:19:022023-04-14 21:25:54Wie kommen die notwendigen Mikroben von der Mutter zum Kind? Gibt es einen Unterschied zwischen einer vaginalen Geburt und einem Kaiserschnitt?
Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft

eine Corona-Impf-Boosterung ist in der Schwangerschaft und der Stillzeit möglich und sinnvoll

Mit einem vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 reduzieren werdende Mütter ihr Infektionsrisiko und verringern die Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaftskomplikationen.

Aktuelles und mehr dazu hier.

24. Januar 2022/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2022-01-24 13:47:062022-01-24 13:47:06eine Corona-Impf-Boosterung ist in der Schwangerschaft und der Stillzeit möglich und sinnvoll
Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft, Vorsorge

Corona-Erkrankungen: Dramatische Frühgeburten

Die Lage auf der Geburtsstation der Charité Campus Virchow-Klinikum ist derzeit dramatisch. Immer mehr Schwangere mit Corona-Infektion werden eingeliefert und müssen ihre Kinder in schweren Fällen viel zu früh zur Welt bringen. Die meisten betroffenen Frauen sind nicht geimpft.

Mehr dazu hier.

6. Dezember 2021/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2021-12-06 11:46:592021-12-07 12:24:59Corona-Erkrankungen: Dramatische Frühgeburten
Aktuelles

Weniger Kaiserschnitte – mehr Risiko?

Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes ist die Kaiserschnittrate von 2011 (32,1%) auf zu 2012 (31,7%) gesunken, wenn auch nur um 0,4%. Hingegen gestiegen ist die Rate der Kaiserschnitte, die  sekundär durchgeführt wurden. Das bedeutet, dass in diesen Fällen primär eine normale Entbindung geplant war, man aber unter der Geburt anders entscheiden musste. Dies würde ein Nachteil für Mutter und Kind bedeuten.

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6. November 2013/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2013-11-06 11:10:332020-06-03 08:54:31Weniger Kaiserschnitte – mehr Risiko?
Aktuelles

Überschreitung des Geburtstermin

In vielen Fälle sind die werdenden Mütter bei Überschreitung des errechneten Geburtstermins um die Gesundheit ihres Kindes besorgt. Dies ist in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf darf auch sicher ein bis zwei Wochen nach dem Geburstetermin mit einleitenden Massnahmen gewartet werden.

Mehr dazu hier: Quelle

27. Oktober 2012/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2012-10-27 10:09:172020-06-03 08:54:35Überschreitung des Geburtstermin
Aktuelles

Hausgeburt – Risiken erhöht

Eine Studie aus dem Jahr 2009 brachte überraschende und erstaunliche Ergebnisse bzgl. der kindlichen Mortalität (Sterblichkeitsrate) bei Hausgeburten in England. Der Vergleich mit den Zahlen in Deutschland und Holland zeigte ein ähnliches Bild.

Holland hat wohl auf Grund der hohen Hausgeburtenrate (ca. 20%) die höchste kindliche Mortalität in ganz Europa. Hier liegt die perinatale Sterblichkeit der Säuglinge bei  Hausgeburten um den Faktor 2,3 höher als bei Klinik-Geburten.
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3. Dezember 2011/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2011-12-03 17:10:082020-06-03 08:54:39Hausgeburt – Risiken erhöht

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3. Etage, über ROSSMANN
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