Praxis Dr. Oliver Schmid
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Aktuelles, Infektionen in der Schwangerschaft

Optimaler RSV-Schutz für Ihr Neugeborenes: Impfung in der Schwangerschaft oder Antikörpergabe?

In unserer Gynäkologiepraxis in Berlin-Tegel begleiten wir Sie bereits seit über 20 Jahren. Dabei bieten wir Ihnen eine umfassende medizinische Betreuung sowie eine differenzierte Pränataldiagnostik. Denn die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit.
Besonders in der nasskalten Jahreszeit beschäftigt ein Thema werdende Eltern sehr. Dabei geht es um den Schutz des Neugeborenen vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV).

Was ist das RSV?

Zwar löst das Virus bei Erwachsenen oft nur milde Erkältungen aus, jedoch gefährdet es Säuglinge stark. Denn es kann bei Neugeborenen schwere Atemwegserkrankungen verursachen. Dazu zählen beispielsweise eine Bronchiolitis oder Lungenentzündungen.
Damit Ihr Kind bestmöglich geschützt ist, gibt es heute zwei hochwirksame Wege. Außerdem sind beide Ansätze medizinisch absolut gleichwertig.

Der BVF empfiehlt beide Schutzmöglichkeiten

Zudem hat der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) dazu eine klare Stellungnahme veröffentlicht. Daher unterstützen wir diese Einschätzung in unserer Praxis voll und ganz. Schließlich sind beide Optionen hervorragend geeignet. Darüber hinaus geben sie Ihrem Baby in den ersten Monaten große Sicherheit.
Die zwei Optionen im Überblick:

1. Die RSV-Impfung in der Schwangerschaft (Maternale Impfung)

Einerseits gibt es die RSV-Impfung in der Schwangerschaft. Hierbei erhält die werdende Mutter den Impfstoff. Dafür liegt der ideale Zeitpunkt zwischen der 32. und der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche. Danach bildet der mütterliche Körper entsprechende Antikörper.
Weil diese Antikörper über die Plazenta auf das Kind übergehen, erhält das Baby sofort einen Nestschutz. Obwohl die STIKO hierfür bislang keine Standardempfehlung ausgesprochen hat, ist der Schutz wichtig. Deshalb ist diese Impfung aktuell noch eine Selbstzahler-Leistung. Dennoch lohnt es sich, vorab einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen.

2. Die Antikörpergabe nach der Geburt

Andererseits kann dem Neugeborenen alternativ ein Antikörper verabreicht werden. Dies geschieht entweder direkt nach der Geburt oder vor der RSV-Saison. Da diese Saison von Oktober bis März dauert, ist das richtige Timing wichtig.
Weil die STIKO für diesen Weg eine Empfehlung ausgesprochen hat, übernehmen die Krankenkassen die Kosten standardmäßig.

Unser Ansatz: Umfassende Beratung für Sie

Zusätzlich belegen internationale Studien den Erfolg beider Methoden eindrucksvoll. Denn sie senken entsprechende Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen um rund die Hälfte. Daher betont der BVF zu Recht, dass man diese Maßnahmen nicht gegeneinander ausspielen darf.
Ob Sie sich für die Impfung oder die Antikörpergabe entscheiden: Beide Wege schützen Ihr Kind zuverlässig.
Weil Ihr Wohl und das Ihres Babys im Mittelpunkt stehen, nehmen wir uns viel Zeit. Deswegen beraten wir Sie in der Praxis ausführlich sowie absolut ergebnisoffen. Schließlich finden wir gemeinsam den Weg, der am besten zu Ihnen passt. Also sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Termin gerne darauf an!
11. Oktober 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-10-11 12:51:102026-10-11 19:57:30Optimaler RSV-Schutz für Ihr Neugeborenes: Impfung in der Schwangerschaft oder Antikörpergabe?
Aktuelles, Impfempfehlungen, Infektionen in der Schwangerschaft

RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Was werdende Mütter wissen sollten

Was ist RSV?

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein häufiger Erreger von Atemwegsinfektionen. Für Erwachsene verläuft eine Infektion meist mild und ähnelt einer Erkältung. Für Neugeborene und junge Säuglinge kann RSV jedoch gefährlich werden. Besonders Babys in den ersten Lebensmonaten haben ein erhöhtes Risiko für schwere Atemwegsinfektionen, Atemnot oder Krankenhausaufenthalte.

Quelle

Die RSV-Saison beginnt in Deutschland meist im Herbst und dauert bis ins Frühjahr. Gerade in dieser Zeit sind Säuglinge besonders gefährdet.

Schutz für das Baby schon vor der Geburt

Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit einer RSV-Impfung während der Schwangerschaft. Dabei wird die werdende Mutter geimpft, damit sie Antikörper bildet, die über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben werden. Dieser sogenannte Nestschutz kann das Baby in den ersten Lebensmonaten vor schweren RSV-Verläufen schützen.

Studien zeigen, dass dadurch insbesondere schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte reduziert werden können. Die Impfung ist in Europa für Schwangere zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche zugelassen.

Quelle

Wichtig: Derzeit keine allgemeine STIKO-Empfehlung

Trotz der verfügbaren Impfstoffe gibt es in Deutschland aktuell noch keine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für eine RSV-Impfung in der Schwangerschaft. Die STIKO empfiehlt derzeit stattdessen vor allem die RSV-Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge mit dem Antikörperpräparat Nirsevimab.

Quelle

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Impfung in der Schwangerschaft grundsätzlich ausgeschlossen ist. In bestimmten Situationen kann sie nach individueller ärztlicher Beratung sinnvoll sein – beispielsweise wenn das Baby mitten in der RSV-Saison geboren wird oder weitere Risikofaktoren bestehen.

Wann könnte die Impfung sinnvoll sein?

Wenn eine RSV-Impfung erwogen wird, erfolgt sie meist im letzten Schwangerschaftsdrittel. Wichtig ist ein ausreichender Abstand zur Geburt, damit genügend Antikörper an das Kind weitergegeben werden können.

Frauenärztinnen und Frauenärzte wägen dabei individuell Nutzen und mögliche Risiken ab. Viele Schwangere informieren sich derzeit aktiv über das Thema, insbesondere wenn bereits ältere Geschwisterkinder Infekte aus Kita oder Schule mit nach Hause bringen.

Sicherheit und Verträglichkeit

Die bisherigen Studiendaten zeigen insgesamt eine gute Verträglichkeit der RSV-Impfung in der Schwangerschaft. Mögliche Nebenwirkungen ähneln denen anderer Impfungen und umfassen zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

Quelle

Da die Datenlage noch weiter wächst, beobachten Fachgesellschaften und Behörden die Entwicklung weiterhin genau.

Fazit

Die RSV-Impfung in der Schwangerschaft ist ein neues Konzept zum Schutz von Neugeborenen vor schweren Atemwegsinfektionen. Obwohl die Impfung zugelassen ist, gibt es derzeit noch keine allgemeine STIKO-Empfehlung für Schwangere. Deshalb sollte die Entscheidung immer individuell und gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt getroffen werden.

17. Mai 2026/von Oliver Schmid
/eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png 0 0 Oliver Schmid /eloox-cms/uploads/2020/05/OliverSchmid_Logo_Website-2.png Oliver Schmid2026-05-17 12:03:192026-05-07 12:07:17RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Was werdende Mütter wissen sollten

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